Beißverhalten Meerforelle – Sonne, Mond und Sterne…

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Foto: Thomas Zier

(TZI) Das Wetter und die Natur üben großen Einfluss auf das Beißverhalten der Fische aus. Das trifft beim Angeln für fast alle Bereiche und Fischarten zu. Für Meerforellen lässt sich feststellen, dass sie an der Küste bei fast jedem Wetter beißen. Es gibt jedoch einige Besonderheiten, die für Spinn- und Fliegenfischer nützlich sein können.

  • Sehr kalte nördliche und östliche Winde führen besonders im Frühjahr zu eingeschränkter Aktivität der Meerforellen.
  • Obwohl Meerforellen gelegentlich auch bei Windstärke 0-2 Bft gefangen werden, eignen sich die Windstärken 3-6 Bft optimal für die Fischerei auf Meerforellen.
  • Auflandige Winde sind ablandigen vorzuziehen. Das Wasser trübt im Spülsaum mehr ein, dadurch werden die Meerforellen unvorsichtiger. Eine zu starke Eintrübung wirkt sich jedoch negativ aus. Als Faustregel gilt: Solange die eigenen Watstiefel zu sehen sind, ist die Fischerei gut. Auch die an der deutschen Ostseeküste meist ablandigen westlichen und südlichen Windrichtungen fischen gut.
  • Eine plötzliche Änderung der Windrichtung wirkt sich meistens negativ auf das Beißverhalten der Fische aus.
  • Stabile Großwetterlagen sind positiv zu bewerten. Es sei denn, sie beinhalten Wetterextreme.
  • Regenwetter und Schneefall haben keine negativen Auswirkungen, solange ausreichend Wind vorhanden ist und die Außentemperatur nicht schlagartig absinkt.
  • Fischen bei Nebel birgt zu hohe Risiken und sollte unterlassen werden.
  • Wassertemperaturen unter 5°C. erschweren die Fischerei, da die Meerforellen träge werden. Gute Erfolge werden bei Wassertemperaturen zwischen 6°C. und 17°C. erzielt. Als optimal hat sich die Fischerei bei Wassertemperaturen zwischen 10°C. und 15°C. erwiesen. Ab 20°C. Wassertemperatur sind die Aussichten auf Erfolg denkbar schlecht.
  • Blauer Himmel und Mittagssonne sind besonders im zeitigen Frühjahr vorteilhaft. Besonders dann, wenn mit auffälligen glitzernden Mustern gefischt wird.
  • Je wärmer das Wasser wird, umso besser eignen sich die Morgen- und Abendstunden für das Fischen.
  • Flaches Wasser hat grundsätzlich keine negativen Auswirkungen auf die Fischerei, solange der Wasserstand noch als relativ normal betrachtet werden kann. Das zurückweichende Wasser kann an besonders steinigen und zerklüfteten Küsten dazu führen, dass große Mengen Krebstiere ihren Lebensraum zwischen den Steinen verlieren und einfach aus ihren Refugien herausgespült werden. Urplötzlich stehen sie den Meerforellen als Nahrung zur Verfügung und locken reichlich Fische an. Anhaltend flaches Wasser kann an der Küste durch starken ablandigen Sturm ausgelöst werden.
  • Hochwasser hat bisher kaum Auswirkungen auf die Fischerei gezeigt. Das Erreichen der guten Angelplätze kann jedoch erheblich erschwert werden.
  • Wassertiefen von mehr als fünf Metern lassen sich in der Regel schwieriger befischen als Wassertiefen zwischen ein und drei Metern. Starke Strömung und sehr tiefes Wasser sollten möglichst gemieden werden. Eine Ausnahme stellt die Fischerei im Sommer dar, da sich die Meerforellen besonders bei hohen Temperaturen in den gut durchströmten, kühlen Bereichen aufhalten.
  • Auflaufendes Wasser fischt in der Regel besser als ablaufendes Wasser. Sobald die Strömungsumkehr zwischen auflaufendem und ablaufendem Wasser und umgekehrt einsetzt, spricht man von Stillwasser oder Kenterpunkt der Tide. Die Zeit der Ebbe ist bis zum erneuten Einsetzen der Flut somit weniger fängig. Der Tidenhub der westlichen Ostsee beträgt etwa 30 Zentimeter. An der deutschen Nordseeküste beträgt der Tidenhub schon ein bis zwei Meter.

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Foto: Thomas Zier

© meerforellenkueste.de wünscht tight lines. Wir können nicht zaubern, sind aber nah dran.

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