Die Standplätze der Meerforelle zielsicher finden…
(TZI) Meerforellen haben ihre Standplätze häufig dort, wo man sie nicht vermutet. Nur allzuoft stehen sie im flachen Wasser direkt vor dem Ufer. Am Beispiel des Strandes Skeldekobbel auf Broager möchten wir verdeutlichen, wie einfach es sein kann, markante Standplätze der Meerforellen zielsicher zu finden. Auf der Karte sind die Plätze I-V von Nord nach Süd eingezeichnet. Obwohl die Angelplätze sehr nah beieinander liegen, gibt es erhebliche Unterschiede.
Die erfolgreichsten Angelplätze am Strand Skeldekobbel

Angelplatz I
Bester Platz bei starken nordwestlichen und südöstlichen Winden. Die Strömungskante verläuft direkt vor dem Steinriff. Spitzenplatz auch bei auflandigem Ostwind. Die Meerforellen stehen meistens frühmorgens in der Dämmerung an den Steinen. Der Angelplatz ist bestens für Fliegenfischer und Spinnangler geeignet, wobei letztere lieber auf Sbirolino und Fliege setzten sollten. Auf dem Bild herrscht Ostwind der Stärke 3-4 Bft. Das Wasser ist bereits leicht eingetrübt, daher sind die Meerforellen auch nicht mehr weit.

Angelplatz II
Die Seegraswiesen liegen weiter draußen vor dem Strand. Aus dem Steilufer lösen sich ständig Gesteinsbrocken verschiedener Größe. Der Grund der Ostsee ist dadurch mit Steinen übersäht. Sie bilden auf dem Meeresboden erstklassige Einstandsgebiete für Meerforellen. Blasentangfelder, Seegraswiesen und Muschelbänke bieten Lebensräume für zahlreiche Tierarten. Die Meerforellen jagen am Tage gerne über den Seegraswiesen. Morgens und abends sind sie auch vor dem Ufer unterwegs. Mit der Spinnrute und leichten Ködern lassen sich die Seegraswiesen sehr gut befischen. Auflandiger Ostwind bringt die Meerforellen unter Land.

Angelplatz III
Das Wasser ist oft sehr klar, deswegen sind häufig Nachläufer hinter dem Spinnköder zu erkennen. Im vorderen Bereich ist der Meeresboden weitläufig mit Kies bedeckt. Muschelbänke und sandige Partien befinden sich unmittelbar vor dem Ufer. Bei westlichen Winden ist die Wasseroberfläche zu ruhig, weil der Hochwald den Strandabschnitt zu stark abschirmt. Die größten Chancen bestehen bei Ostwind, wenn das Wasser vor dem Ufer dick wird.

Angelplatz IV
Umgestürzte Bäume und sehr rutschige Steine machen es den Watanglern nicht unbedingt leicht. Auch der Blasentang steht teilweise sehr hoch an, sodass die Köderführung erschwert wird. Große Steine sind vor dem Ufer zahlreich zu finden. Ein Spitzenplatz für Fliegenfischer, jedoch muss der Rückschwung sehr präzise geführt werden. Hier kommt man gut ohne weite Würfe aus, denn die Meerforellen lieben die zahlreichen Tangläufer, die in den dichten Blasentangwäldern beheimatet sind. Bei Ostwind sind die Chancen am größten. Wer gegen den Wind fischt fängt auch. Spinnfischer sollten es mit dem Sbirolino versuchen.

Angelplatz V
Spitzenplatz mit Blick auf den Strand Skeldemark. Es gibt ein großes Steinriff und viel Pflanzenbewuchs im Spülsaum. Bester Platz bei südwestlichen und nordöstlichen Winden. Die Strömungskante verläuft in Wurfweite vor dem Ufer. Ostwind macht das Wasser trübe und die Meerforellen unvorsichtig. Auf dem Strand und im Wasser liegen zahllose Steine. Sie sind extrem rutschig und erschweren das Waten erheblich. Wenn man sich ruhig verhält, kann man die Fische beim Buckeln beobachten. Fliegenfischer sind hier klar im Vorteil, weil der Meeresboden nur langsam abfällt.
© meerforellenkueste.de wünscht tight lines. Wir können nicht zaubern, sind aber nah dran.
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